Ratgeber · Teakmöbel
Zertifikate für legales Holz (SVLK, EUDR) — was sie für Käufer bedeuten
14. August 2026 · 6 Min. Lesezeit
SVLK, EUDR, FLEGT — beim Kauf eines Teakmöbels ist man versucht, diese Kürzel als bürokratisches Rauschen abzutun. Dabei sind genau sie es, die ein ehrliches Möbelstück von Raubbau-Holz trennen. Wir erklären sie einfach — denn als Importeur übernehmen wir diese Pflichten selbst und möchten, dass Sie wissen, wonach Sie jeden Verkäufer fragen sollten. Nicht nur uns.
SVLK — der indonesische Legalitätsnachweis
SVLK ist das indonesische System zur Verifizierung der Holzlegalität, verpflichtend seit 2009. Mehr noch: Indonesien begann 2016 als erstes — und bis heute einziges — Land der Welt, von der Europäischen Union anerkannte FLEGT-Lizenzen auszustellen. In der Praxis bedeutet das: Holz mit diesem Dokument hat eine Kontrollkette vom Wald bis zum Sägewerk durchlaufen und erfüllt automatisch die EU-Anforderungen — es stammt nicht aus illegalem Raubbau.
Für Sie als Käufer ist SVLK das einfachste Signal: Dieses Holz hat eine dokumentierte, legale Herkunft. Viel vom besten Teak stammt aus Java, von Plantagen, die seit Generationen bewirtschaftet werden — darüber schreiben wir bei Jepara, der Hauptstadt der Teakmöbel.
EUDR — die neue EU-Verordnung
Die EUDR (EU-Entwaldungsverordnung) ist das jüngere, europäische Recht. Sie verlangt von Importeuren den Nachweis, dass ein Produkt nicht zur Entwaldung beigetragen hat — durch eine sogenannte Sorgfaltsprüfung (Due Diligence) und Geolokalisierungsdaten des Erntestandorts. Mit anderen Worten: Der Importeur muss angeben können, von welchem konkreten Ort das Holz stammt.
Das betrifft uns als Importeur unmittelbar — deshalb erheben wir die entsprechenden Daten bei unseren Lieferanten schon bei der Auswahl der Werkstätten. Für Sie bedeutet das Gewissheit: Sie kaufen bei jemandem, der weiß, woher sein Holz kommt.
Was das beim Kauf bedeutet
- Fragen Sie nach der Herkunft. Ein ehrlicher Verkäufer kann sagen, woher das Holz stammt und ob es SVLK-Dokumente hat. „Weiß ich nicht, ist Importware" — das ist ein Warnsignal.
- Legalität ist nicht dasselbe wie Qualität — aber beides geht Hand in Hand. Eine Werkstatt, die auf ihre Papiere achtet, achtet meist auch auf ihr Handwerk.
- Der Preis hat eine Herkunft. Sehr billiges „Teak" ohne Papiere ist oft entweder ein günstigerer Ersatz oder Holz unbekannter Quelle.
Dasselbe Transparenzprinzip — wer, wo, woraus — kehrt bei uns beim Erkennen von echtem Kunsthandwerk aus Bali wieder. Die Holzdokumente sind schlicht dieses Prinzip in Amtssprache.
Häufige Fragen
- Muss ich mich als Käufer um die EUDR kümmern?
- Nein — die Sorgfaltspflicht liegt beim Importeur, nicht beim Kunden. Es lohnt sich aber, bei Verkäufern zu kaufen, die die Herkunft ihres Holzes kennen, denn das garantiert eine legale Quelle.
- Was ist SVLK?
- Das indonesische System zur Verifizierung der Holzlegalität, anerkannt von der EU. Ein SVLK-Zertifikat bedeutet: Das Holz hat eine dokumentierte, legale Herkunft — nicht aus Raubbau.
- Sind zertifizierte Möbel teurer?
- Meist nur geringfügig — die Kosten der Dokumentation sind klein im Verhältnis zum Wert des Möbels. Das weit größere Risiko ist billiges Holz ohne Papiere, mit ungewisser Herkunft und Qualität.
Der Shop öffnet im Herbst 2026 — der erste Container wird gerade gefüllt.
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